Was das neue Personalbemessungsverfahren für die Pflege bedeutet

Whiteboard auf dem "Persönlichkeit", "Entwicklung", "Bereitschaft", "Empowerment" und "Mitdenken" geschrieben steht.

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Die Pflege steht vor einer großen Veränderung: Mit dem neuen Personalbemessungsverfahren in der stationären Pflege (PeBeM) soll die Arbeit von Pflegekräften besser organisiert und fairer verteilt werden. Doch was genau steckt dahinter? Und was bedeutet das für dich als Pflegekraft oder für unsere Teams im KATHARINENHOF? In diesem Beitrag erklären wir es leicht verständlich.

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Warum gibt es PeBeM?

Die Arbeitsbelastung in der Pflege ist hoch, und viele Pflegekräfte wünschen sich mehr personelle Unterstützung. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte, und die Aufgabenverteilung ist oft nicht optimal geregelt.

Hier setzt PeBeM an: Seit dem 1. Juli 2023 gibt es ein bundesweit einheitliches Verfahren, das festlegt, wie viel Personal mit welcher Qualifikation für die Versorgung von Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen erforderlich ist.

Das Ziel: Bessere Arbeitsbedingungen schaffen und eine qualitativ hochwertige Pflege gewährleisten. Dabei wird die bisherige Aufgabenverteilung überdacht und die vorhandenen Kompetenzen gezielter eingesetzt.

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Was ändert sich konkret?

Bislang war die Arbeit in Pflegeeinrichtungen oft nach festen Strukturen organisiert, die nicht immer die Kompetenzen der Mitarbeitenden optimal nutzten. Mit PeBeM gibt es nun eine neue Herangehensweise:

  • Klare Personalvorgaben: PeBeM legt fest, wie viele Pflegekräfte mit welcher Qualifikation in einer Einrichtung arbeiten müssen.

  • Bessere Aufgabenverteilung: Pflegefachkräfte kümmern sich verstärkt um fachliche und medizinische Aufgaben, während unterstützende Tätigkeiten gezielt delegiert werden.

  • Mehr Zeit für die Bewohner:innen: Durch eine sinnvolle Aufgabenverteilung sollen Pflegekräfte mehr Zeit für die individuelle Betreuung der Pflegebedürftigen haben.

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Welche Berufsgruppen gibt es im PeBeM?

Ein zentraler Aspekt von PeBeM ist die differenzierte Aufgabenverteilung zwischen den verschiedenen Berufsgruppen in der Pflege. Dadurch wird sichergestellt, dass jede:r Mitarbeitende entsprechend der eigenen Qualifikation eingesetzt wird:

  • Pflegefachkräfte (QN 4 – examinierte Pflegefachpersonen mit dreijähriger Ausbildung): übernehmen medizinisch-pflegerische Aufgaben wie Wundversorgung, Medikamentengabe oder Pflegeplanungen.

  • Pflegekräfte mit 1,5-jähriger Ausbildung (QN 3): arbeiten z. B. als Pflegeassistent:innen oder Pflegefachhelfer:innen eigenverantwortlich in bestimmten Aufgabenbereichen.

  • Pflegehilfskräfte ohne formale Ausbildung (QN 1–2): unterstützen bei grundpflegerischen Aufgaben wie Körperpflege und Mobilisation.

  • Betreuungskräfte nach §43b SGB XI: bieten zusätzliche Betreuungsangebote z. B. für Menschen mit Demenz.

  • Hauswirtschaftliche Kräfte: übernehmen Aufgaben wie Essensausgabe, Reinigung oder Zimmerherrichtung.

Durch diese klare Rollenverteilung wird verhindert, dass Pflegefachkräfte mit fachfremden Aufgaben belastet werden. So kann sich jede:r auf das konzentrieren, was sie oder er am besten kann.

Übrigens: Die sogenannten Qualifikationsniveaus (QN 1–4) sind bundesweit einheitlich geregelt und dienen als Grundlage für die Personalplanung nach §113c SGB XI.

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Wie wird PeBeM umgesetzt?

Die Einführung von PeBeM erfolgt schrittweise, um die Teams bestmöglich zu begleiten. Auch im KATHARINENHOF setzen wir auf eine strukturierte Umsetzung:

  1. Pilotphase: In ersten Einrichtungen (z. B. Chemnitz und Potsdam) wurde PeBeM getestet.

  2. Schulung der Führungskräfte.

  3. Mentorenprogramm zur Unterstützung der Teams.

  4. Schrittweise Umsetzung in allen Einrichtungen bis Ende 2025.

Wichtig: Die Umsetzung von Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung im Rahmen von PeBeM ist derzeit freiwillig. Einrichtungen können in ihrem eigenen Tempo starten – verpflichtend wird es erst nach Abschluss des gesetzlich vorgesehenen Modellprogramms.

Bestehende höhere Personalstände dürfen beibehalten werden – das neue Verfahren zwingt Einrichtungen nicht dazu, bereits gut aufgestellte Teams zu verkleinern.

Außerdem können bei besonderem Bedarf (z. B. in spezialisierten Pflegeeinrichtungen oder zur Nachtbesetzung) zusätzliche Stellen über den Anhaltswert hinaus verhandelt werden.

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Was bedeutet das für dich als Mitarbeiter:in?

Vielleicht fragst du dich, wie PeBeM deine tägliche Arbeit beeinflusst. Hier sind einige Vorteile, die das Verfahren mit sich bringt:

Entlastung im Alltag: Aufgaben werden gezielter verteilt, sodass du dich auf deine Kernkompetenzen konzentrieren kannst. ✅ Mehr Planbarkeit: Durch eine klarere Struktur kannst du deine Arbeitszeit besser einteilen. ✅ Bessere Teamarbeit: Die neue Aufgabenverteilung fördert eine effiziente Zusammenarbeit und reduziert Stress. ✅ Mehr Zeit für Bewohner:innen: Durch die optimierte Personalstruktur bleibt mehr Zeit für die individuelle Pflege.

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Unser Ziel: Pflege zukunftsfähig gestalten

Bereits in zwei unserer Einrichtungen arbeiten wir aktiv nach dem neuen PeBeM-Modell und sammeln wertvolle Erfahrungen, um den Übergang so reibungslos und sinnvoll wie möglich zu gestalten.

Mit PeBeM setzen wir im KATHARINENHOF einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Pflege. Wir wollen nicht nur den Fachkräftemangel abfedern, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden steigern. Denn eines ist klar: Gute Pflege braucht motivierte und entlastete Teams.

Werde Teil unseres Teams

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Eine Frau steht vor einem Board und hält einen Marker in der Hand. Im Hintergrund sind viele Personen, die an Tischen sitzen.